Flüchtlingshilfe NRW

Mosaikschule Krefeld
Letzte Aktualisierung
vor 3 Jahren
Hofstrasse 45
47798 Krefeld / Mitte

Kontakt:

02151/26167
Ansprechperson: Herr Braune
Konzept zur Integration neu zugewanderter Kinder
Lernen HAND in HAND)

Sehr geehrte Damen und Herren,
die Mosaikschule ist ein Schulverbund im Primarbereich der Stadt Krefeld mit den Standorten Hofstraße und Felbelstraße. Unsere Schule ist eine Schule im sozialen Brennpunkt, an der zurzeit 352 Kinder aus 25 verschiedenen Nationen und Kulturen leben und arbeiten, zusammen mit Lehrerinnen und Lehrern verschiedener Fachrichtungen, Sonderpädagoginnen, Erzieherinnen, einer Sozialpädagogin sowie zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeitern. Eine besondere Herausforderung stellt aktuell die zunehmende Aufnahme von Flüchtlingskindern dar.
Das Zusammentreffen von Menschen verschiedener Nationen fordert einen wertschätzenden und sensiblen Umgang mit kultureller Differenz und Vielfalt. Zu unserem besonderen Schulprofil gehört es daher, die individuellen Besonderheiten dieser vielen unterschiedlichen Menschen anzunehmen und zu nutzen, um eine Grundvoraussetzung zur Herstellung von Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit zu schaffen. Wir lernen alle miteinander und voneinander:
Hand in Hand!
Hand in Hand meistern wir seit Jahren Projekte zur Gewaltprävention und Gesundheitsförderung und sorgen durch eine gezielte Sprachförderung der Kinder mit Migrationshintergrund u. a. im Rahmen eines Zusatzangebots in Deutsch als Zweitsprache für den Ausbau sprachlicher Kompetenzen sowie die Weiterentwicklung und Stabilisierung interkultureller Schulentwicklung.
Zunehmend werden wir durch die Flüchtlingskinder aber mit dem Problem konfrontiert, dass Kinder ohne jegliche Deutschkenntnisse, mit anderen kulturellen Erfahrungen und durch die Fluchterlebnisse traumatisiert als Seiteneinsteiger in unsere Grundschulklassen kommen und wir sie - selbst mit intensivster Differenzierung - im Rahmen des Regelunterrichts nicht sinnvoll fördern und integrieren können.
Wir haben das Ziel, die Flüchtlingskinder in kleinen jahrgangsübergreifenden Gruppen täglich 1-3 Stunden durch einen handlungsorientierten Sprachunterricht so zu fördern, dass sie die nötigen grundlegenden Sprachkompetenzen erhalten, sich in alltäglichen Lebenssituationen zurechtzufinden und schrittweise am Unterricht der Regelklassen verstehend und allmählich auch aktiv agierend teilnehmen zu können. Diese Sprachförderung dient als Basis, auf der ein gemeinsames Lernen Hand in Hand aufbauen kann.
Zur Unterstützung unseres Ziels benötigen wir eine Vielfalt von Anschauungsmaterialien und Handlungsgegenständen aus den wichtigsten kindlichen Aktionsbereichen wie: „Unsere Kleidung“, „Wohnen“, „Einkaufen“, „Sport und Spiel/Freizeit“, Straßenverkehr“, „Berufe und Werkzeuge“, „Gesundheit und Krankheit“ etc.
Diverse Spielmaterialen wie z. B. Puppenhaus, Werkzeug- und Arztkoffer, Puppengeschirr, Verkehrsteppich mit versch. Fahrzeugen können helfen über das spielerische Tun Begriffe und Satzmuster leichter erlernen und anwenden zu können.
Darüber hinaus benötigen wir akustische und optische Übungsmöglichkeiten zur Festigung gelernter Begriffe und Satzmuster. Die Schulbuch- und Kinderbuchverlage, ebenso wie der Fachbereich XY der Universität Köln eröffnen hier im Zuge der elektronischen Weiterentwicklung eine Vielzahl neuer Möglichkeiten. Voraussetzung ist die Anschaffung mehrerer audio-digitale Vorlesestifte, Nachsprechstofftiere, Software mit einer Schullizenz, Labtop, CD-Player und Kopfhörer.

Mit freundlichem Gruß
Herr Braune

Es besteht Bedarf an: